Angesichts knapper Ressourcen an Schutzmaterial sind wir Anfang März der Empfehlung eines Oberarztes der Notaufnahme des Görlitzer Klinikums gefolgt und haben für unsere Mitarbeiterinnen und uns Ärzte in der Schwanenpraxis Schutzschilde aus Laminierfolie hergestellt
Sie haben sich in den letzten Wochen im Praxisablauf durchaus bewährt und bieten immerhin einen relativ guten Schutz vor Tröpfcheninfektion in beide Richtungen bei sehr verträglichen Tragebedingungen.
Natürlich sind diese Visiere in puncto Sicherheit nicht ganz vergleichbar mit FFP2/3 Masken plus Schutzbrille, aber allemal besser, als einfache OP-Mundschutze, selbstgenähte Masken, mehrfach wiederverwendete FFP2/3 oder womöglich gar nichts. Und sie schützen eben auch die Augen und davor, sich unbewusst ins Gesicht zu fassen.
Update 24-6-2020:  Nach wie vor wird viel diskutiert über die einzelen Schutzmassnahmen und dabei taucht natürlich auch immer wieder die Frage auf, ob Mundschutzmasken wirklich schützen, und auch, ob solche Visiere gleichwertig mit Mund-Nasen-Schutzmasken sind. Unsere Meinung dazu:
Das Visier schützt vor der klassischen Tröpfchenübertragung mindestens genau so gut, wie Stoffmasken und schützt dabei zusätzlich die Augenschleimhäute und davor, sich versehentlich mit den Händen ins Gesicht zu fassen. Nicht gleichwertig gut schützt es jedoch vor der Aersolol-Übertragung, weil es nach unten hin nicht gleichwertig abdichtet, wie eng angelegte Mundschutzmasken. Aerosole sind winzige ausgeatmetet Partikel, die stundenlang in der Luft schweben und eingeatmet werden können. Noch ist nicht abschließend geklärt, wie groß die Rolle von Aerosolen beim Infektionsgeschehen mit SARS-CoV-2 ist.
Das bedeutet: als Schutzmassnahme sind die Visiere sehr gut geeignet, insgesondere bei kurzen Kontakten und Gesprächen oder wenn aus medizinischen Gründen ein Mundschutz nicht getragen werden kann. Bei längerem und räumlich engerem Kontakt ist eine zusätzliche Mundschutzmaske aus unserer Sicht eine gute Lösung. So halten wir es in der Praxis bei körperlichen Untersuchungen und empfehlen das gern so weiter.

Viele unserer Patienten und etliche ärztliche Kollegen äußerten Interesse an den Visieren und wir haben gern die Bauanleitung weitergegeben. Aber nicht jeder hat ein Laminiergerät zu Hause und das nötige Material. Das und die Tatsache, dass die Sicht durch die Laminierfolien bisher nicht optimal war, hat uns auf die Idee gebracht, Kontakt zu der Firma Zimmer Digital & Print aus Finnentrop aufzunehmen. Herr Zimmer hat eine gute Alternative zu der Laminierfolie gefunden. Die PET-Folie ist leicht zu reinigen und damit sind die Visiere eine lohnenswerte Anschaffung.

Eine Bestellung einzelner oder auch mehrerer Visiere ist direkt über die Homepage der Firma Zimmer Digital & Print möglich.

https://www.zimmerdigitalundprint.de/gesichtsschild

In Absprache lässt sich auch eine Übergabe über die Schwanenpraxis organisieren.

Der Preis für die Maske wie oben beschrieben liegt bei 4,95€ pro Stück (ggf. zuzüglich Versand).

*** Praxis-Urlaub ***

Unsere Praxis ist in der Woche 6.-10.7.2020 geschlossen.

Die Vertretung übernehmen:

Praxis Dr. Brüser 02761-5051

Praxis Dr. Heinen/Dr. Daub 02761-1228

Praxis Dr. Wald 02761-5204

 

Ab 13.7.2020 sind wir wieder wie gewohnt für Sie da!

 

                                                                                                                                                  Stand 22.06.2020

Liebe Patienten,    

 

die COVID-19-Pandemie erfordert beinahe täglich Anpassungen an die Empfehlungen und das Vorgehen in medizinischen wie auch in nicht-medizinischen Bereichen. Was zu Beginn noch richtig war, ist vielleicht heute schon nicht mehr sinnvoll oder nicht mehr ausreichend. Wir versuchen Sie hier mit allen für Sie wichtigen Informationen auf dem aktuellen Stand zu halten.

 

Auch, wenn sich die Lage zur Zeit ein bisschen entspannt hat und die Neuinfektionen im Griff zu sein scheinen, bleibt das Ansteckungsrisiko bei engem Kontakt mit einem Erkrankten hoch. Dies gilt insbesondere in geschlossenen Räumen.

 

Daher gilt für unsere Praxis:

Kommen Sie bitte auf keinen Fall ohne vorherige telefonische Anmeldung in unsere Praxis. Alle, die unangemeldet in der Praxis erscheinen, müssen wir leider bitten, wieder nach Hause zu gehen und zu einem vereinbarten Zeitpunkt wiederzukommen. Wir müssen durch gezielte Terminplanung dafür sorgen können, dass sich nicht zu viele Patienten gleichzeitig in der Praxis befinden.

 

Bitte schützen Sie sich selbst, Mitpatienten und unser Personal, indem Sie mindestens 1,5 m Abstand einhalten und einen Mundschutz tragen, wenn Sie die Praxis betreten. Ein einfacher Mund-Nasen-Schutz aus Stoff oder ein um Mund und Nase gebundenes Halstuch ist hierfür ausreichend.

 

Wenn sich bereits 3 Personen vor der Anmeldung, bzw. 4 Personen im Wartezimmer befinden, müssen wir Sie bitten draußen zu warten oder zu einem späteren Zeitpunkt wiederzukommen.

 

Bei SARS-CoV-2-Infektionen reicht das Spektrum von leichten Beschwerden wie trockener Husten, Schnupfen, Kratzen im Hals, Fieber und Abgeschlagenheit bis hin zu schweren Symptomen wie hohes Fieber, starkes Krankheitsgefühl, Schmerzen im Brustkorb und Atemnot und es kommt hin und wieder auch zu untypischen Symptomen wie Durchfall, Hautausschlägen oder neurologischen Störungen. Eine Unterscheidung zwischen einem einfachen grippalen Infekt und einer SARS-CoV-2-Infektion ist allein aufgrund der Beschwerden nicht möglich.

Wir haben daher an zwei Tagen in der Woche eine Infektsprechstunde jeweils am Ende der Sprechstundenzeit,  Dienstag und Donnerstag ab 17:00 Uhr, eingerichtet.

Bitte melden Sie sich auch hierfür unbedingt telefonisch an!

 

Wann, warum und wie Testung auf Sars-CoV-2?

 

PCR (Nasen-/Rachenabstrich):

Der PCR-Test weist das Virus selbst oder Virusbestandteile in Atemwegssekreten eines akut Erkrankten nach und ist dabei im Prinzip sehr zuverlässig. In der frühen Phase der Infektion befindet sich das Virus hauptsächlich in den oberen Atemwegen, also im Rachen und in der Nase. Einige Tage nach Beginn der Symptome ist das Virus bereits nur noch in den unteren Atewegsbereichen nachweisbar, zum Beispiel im Hustensekret. Der günstigste Zeitpunkt für eine Abstrichuntersuchung auf Sars-CoV-2 ist daher etwa 3-5 Tage nach beginn der Symptome. Wenn dieser Zeitraum nicht beachtet wird, kann es zu falsch-negativen Ergebnissen kommen. Auch eine falsche Durchführung ( zum Beispiel Abstrichstelle nicht ausreichend tief im Rachen, nicht aureichend Sekretgewinnung oder fehlerhafter Transport oder Lagerung) kann die Ergebnisse verfälschen.

 

Wenn eine Abstrichtestung auf eine Corona-Infektion sinnvoll ist, senden wir ein entsprechendes Überweisungsformular an das Gesundheitsamt, welches sich zeitnah mit Ihnen in Verbindung setzen wird.

Ohne Überweisung durch einen Arzt wird grundsätzlich kein Abstrich entnommen. Fahren Sie also auf keinen Fall dort hin, ohne vorher mit uns zu sprechen, und kontaktieren Sie auch nicht von sich aus das Gesundheitsamt telefonisch. Das blockiert unnötig deren Telefonleitungen, denn man wird Ihnen dort die gleiche Auskunft geben.

Prinzipiell sollten nur Menschen getestet werden, die Symptome aufweisen. Wenn Sie lediglich Kontakt mit einem nachgewiesen Infizierten hatten, aber symptomfrei sind, wird der Test eine Infektion nicht anzeigen.

 

Antikörpertests (Blut aus der Armvene):

Während einer durchgemachten Infektion bildet der Erkrankte in der Regel Antikörper gegen das Virus.

Für Sars-CoV-19 gilt: Immunglobulin G (IgG) ist etwa 3 Wochen nach einer Infektion nachweisbar und zeigt eine überstandene Infektion an.

Immunglobulin A (IgA)  steigt nach einer Infektion zwar früher an (etwa 2 Wochen nach der Ansteckung), ist aber auch bei etlichen anderen Virusinfektionen erhöht und damit sehr ungenau.

Eine akute Infektion mit dem Coronavirus ist mit einem Antikörpertest nicht nachweisbar. Der Test lässt lediglich eine Aussage zu, ob jemand die Infektion bereits durchgemacht hat. Ob der Nachweis von spezifischen IgG im Blut auch bedeutet, dass dieser Mensch in der Folge immun ist gegen das Virus, wie lange diese Immunität tatsächlich anhält oder ob er noch andere Menschen anstecken kann, ist zum gegenwärtigen Zeitpunkt noch nicht sicher beurteilbar.

Anrikörpertests sind daher vorwiegend ein epidemilogisches Instrument, um die Durchseuchung in der Bevölkerung festzustellen und entsprechende medizinische, soziale und wirtschaftliche Massnahmen abzuleiten. Für den einzelnen Patienten haben sie nur sehr geringen Wert.

 

Kommerzielle oder im Internet erhältliche (Schnell-)Tests (Blut aus der Fingerkuppe):

Vor den im Internet angebotenen Schnelltests für Privatpersonen, die ein Ergebnis innerhalb von zehn Minuten versprechen, raten Experten ab. Ihre Zuverlässigkeit ist äußert fraglich, sodass man sich auf das Ergebnis keinesfalls verlassen darf.

 

Bedenken Sie bitte:

Eine spezifische Therapie gegen das Virus steht nicht zur Verfügung. Ein Teil der Infizierten entwickelt gar keine, etwa 80% lediglich leichte Symptome. Nur bei sehr wenigen Patienten kommt es zu schwerwiegenden Verläufen. Diese Menschen gehören ins Krankenhaus.

Alle anderen, also Patienten mit leichten bis mäßigen Atemwegsbeschwerden, sollten ihren Infekt in Ruhe in häuslicher Isolation auskurieren. Ob ein Abstrich gemacht wird oder ob dieser positiv oder negativ ausfällt, ändert überhaupt nichts daran, dass Sie mindestens bis zum Vorliegen des Ergebnisses zu Hause bleiben und den Kontakt zu anderen Menschen auf ein Minimum reduzieren sollten.

   

Medikamentenbestellungen können Sie uns telefonisch, über unseren Anrufbeantworter oder per Mail durchgeben.

 

Die Rezeptausgabe findet täglich von 12-13:00 Uhr, sowie Montag, Dienstag und Donnerstag von 17-18:00 Uhr

am 2. Fenster links von unserer Eingangtür statt. Bitte kommen Sie nicht in die Praxis hinein, sondern direkt zum Fenster.

 

Risikopatienten sollten mit Ihrer Apotheke absprechen, dass man Ihnen Ihre Medikamente nach Hause bringt.

Zur Risikogruppe zählen:

- ältere Menschen mit Vorerkrankungen wie Herzkreislauferkrankungen, Diabetes, Erkrankungen des Atmungssystems, der Leber und der Nieren

- Patienten mit unterdrücktem Immunsystem, z.B. aufgrund einer Erkrankung, die mit einer Immunschwäche einhergeht, oder wegen Einnahme von Medikamenten, die die Immunabwehr unterdrücken (z.B. Cortison)

- Menschen mit Krebserkrankungen

 

Lesen Sie auch:

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