Lungenfunktionsprüfung (Spirometrie)


Die Spirometrie ist ein Verfahren zur Prüfung der Funktionsfähigkeit der Lunge.

 

Die Lungenvolumina werden mit Hilfe eines Spirometers bestimmt. Über ein Mundstück atmet der Patient in ein Atemrohr, wobei die Nase mit einer Nasenklemme verschlossen wird. Das Spirometer misst elektronisch die Kraft, mit der ein- und ausgeatmet wird sowie die Menge der geatmeten Luft pro Zeit. Das Gerät bildet die Luftmengen, die bei diesen Atemzügen bewegt werden, grafisch ab. So lassen sich Messwerte aus verschiedenen Tests direkt miteinander vergleichen.

 

                                                                                                                                                  Stand 26.3.2020

Liebe Patienten,     

Inzwischen sind in allen Bundesländern Infektionsfälle mit dem neuen Coronavirus (SARS-CoV-2) bestätigt worden.

Diese Entwicklung hier vor Ort und in der ganzen Welt erfordert beinahe täglich Anpassungen an die Empfehlungen und das Vorgehen.

Was zu Beginn der Pandemie noch richtig war, ist zum jetzigen Zeitpunkt bereits nicht mehr sinnvoll und/oder nicht mehr möglich.

Dies betrifft insbesondere den Stellenwert der Rachenabstrichtestungen auf COVID-19.

Wir verstehen den Wunsch der Menschen auf Testung, insbesondere weil dies anfangs sehr im Vordergrund stand und Thema in allen Medien war, als noch keine Infektionen im Kreis Olpe gemeldet waren und man noch hoffte, die Ausbreitung durch Identifizierung der Virusträger im Griff halten zu können.

Mittlerweile sieht die Situation aber längst anders aus.

Jetzt geht es in allererster Linie darum, die Ausbreitung des Virus zu verzögern.

Aus diesem Grund hat die Bundesregierung die Ausgangs- und Kontaktsperren eingeführt - und wir appellieren hier inständig, diese ernst zu nehmen!

Aus diesem Grund sind aber auch die Empfehlungen, wer getestet werden soll und wer nicht, geändert worden:

 

Prinzipiell sollten nur Menschen getestet werden, die Symptome aufweisen. Wenn Sie lediglich Kontakt mit einem nachgewiesen Infizierten hatten, aber symptomfrei sind, wird der Test eine Infektion nicht anzeigen. Wird der Rachenabstrich nämlich zu früh nach der Infektion abgenommen, so zeigt der Test noch nichts an. Der PCR-Test ist zwar sehr empfindlich und äußerst zuverlässig, doch kann er nicht in die Zukunft schauen.

Ein Teil der Infizierten entwickelt gar keine, etwa 80% lediglich leichte Symptome. Eine breite Testung all jener mit Sorge oder leichten Beschwerden wird keinerlei Nutzen bringen, aber die Leistungskapazitäten der Testungsstellen und der Labore überfordern und dazu führen, dass ernsthaft Erkrankte übersehen werden.

Seit Mittwoch gilt der Aufenthalt in einem ausgewiesenen Risikogebiet nicht mehr als Entscheidungskriterium.

Wenn  Symptome UND Kontakt mit einem Infizierten zusammenkommen, liegt ein begründeter Verdachtsfall vor. Dann ist ein Test erforderlich.

Testkriterien sind außerdem Symptome UND die Zugehörigkeit zu einer Risikogruppe oder zum medizinischen Personal.

Zur Risikogruppe zählen:

- ältere Menschen mit Vorerkrankungen wie Herzkreislauferkrankungen, Diabetes, Erkrankungen des Atmungssystems, der Leber und   der Niere

- Patienten mit unterdrücktem Immunsystem, z.B. aufgrund einer Erkrankung, die mit einer Immunschwäche einhergeht, oder wegen Einnahme von Medikamenten, die die Immunabwehr unterdrücken (z.B. Cortison)

- Menschen mit Krebserkrankungen

 

Bedenken Sie außerdem:

Ob ein Abstrich gemacht wird oder ob dieser positiv oder negativ ausfällt, ändert überhaupt nichts daran, dass Sie zu Hause bleiben und den Kontakt zu anderen Menschen auf ein Minimum reduzieren sollten - insbesondere dann, wenn Sie befürchten, sich infiziert zu haben.  Ein Abstrichergebnis sagt lediglich aus, ob Sie zum Zeitpunkt des Abstrichs "coronafrei" waren oder nicht. Wenn Sie jedoch nicht zu Hause geblieben sind, könnten Sie sich in der Zwischenzeit bis zum Erhalt des Ergebnisses längst auch irgendwo anders infiziert oder selbst andere angesteckt haben.

Ein positives oder negatives Abstrichergebnis ändert nichts an der Therapie. Eine spezifische Therapie gegen das Virus steht nicht zur Verfügung. Nur bei sehr wenigen Patienten kommt es zu schwerwiegenden Verläufen. Diese Menschen gehören ins Krankenhaus und wir alle sollten dazu beitragen, dass die medizinischen Einrichtungen deren Versorgung auch leisten können, indem wir sie nicht unnötig belasten.

Für unsere Praxis gilt:

Ohne adäquate Schutzmassnahmen (Isolierzimmer, Schutzkittel, Handschuhe und geeigneten Mundschutz) darf im Verdachtsfall keine klinische Untersuchung (z.B. Abhören, Abstrich- oder Labortestungen) durchgeführt werden. Diese Schutzmaterialien stehen uns, wie auch allen anderen Hausarztpraxen, aktuell leider immer noch nicht in ausreichender Menge zur Verfügung und sind auch nicht zu beschaffen.

Das Risiko, dass sich alte, schwerkranke oder immungeschwächte Patienten, die dringend auf die hausärztliche Versorgung angewiesen sind, in der Praxis infizieren, wenn zeitgleich Menschen mit grippalen Symptomen und möglichem Coronaverdacht in den Praxisräumen anwesend sind, ist viel zu hoch.

 

Wenn Sie Erkältungssymptome haben oder befürchten, sich mit dem Corona-Virus infiziert zu haben, betreten Sie bitte nicht die Praxis, sondern bleiben Sie unbedingt zu Hause. Alle, die unangemeldet mit Erkältungssymptomen in der Praxis erscheinen, müssen wir leider bitten, wieder nach Hause zu gehen und uns von dort aus zu kontaktieren.Wir beraten Sie in diesem Fall selbstverständlich gern telefonisch und klären dabei auch, ob bei Ihnen eine Testung auf eine Corona-Infektion sinnvoll ist oder nicht. In diesem Fall senden wir ein entsprechendes Überweisungsformluar an das Gesundheitsamt, welches sich mit Ihnen in Verbindung setzten wird.

Ohne Überweisung durch einen Arzt wird grundsätzlich kein Abstrich entnommen. Fahren Sie also auf keinen Fall dort hin, ohne vorher mit uns zu sprechen, und kontaktieren Sie auch nicht von sich aus das Gesundheitsamt telefonisch. Das blockiert unnötig deren Telefonleitungen, denn man wird Ihnen dort die gleiche Auskunft geben.

In Ausnahmefällen erklären wir Ihnen alternativ, wie Sie den Abstrich selbst vornehmen können (s.u. "Ich bin Kontaktperson - und jetzt?").

Halten Sie uns, wenn nötig täglich, per Telefon oder Mail darüber auf dem Laufenden, wie es Ihnen geht, damit wir unsere Empfehlungen individuell anpassen können. In Einzelfällen werden wir Sie vielleicht untersuchen (z.B. abhören) wollen. Für diesen Zweck haben wir eine Infektsprechstunde (montags und donnerstags 17-18:00 Uhr) eingerichtet. Auch hier gilt: kommen Sie nicht unaufgefordert oder ohne Anmeldung! Wir müssen durch Terminvergabe steuern können, dass nicht zu viele Patienten gleichzeitg in der Praxis anwesend sind.

Bitte schützen Sie Mitpatienten und unser Personal, indem Sie mindestens 1,5 m Abstand einhalten und wenn vorhanden, einen Mundschutz tragen, wenn Sie die Praxis betreten.

 

Aufschiebbare Untersuchungen wie Gesundheits-Check-ups, sollten insbesondere ältere Menschen oder Menschen mit Vorerkrankungen besser auf einen späteren Zeitpunkt verschieben. Befund- und Laborwertbesprechungen sowie Beratungen lassen sich in vielen Fällen auch telefonisch durchführen.

 

Medikamentenbestellungen können Sie uns telefonisch, über unseren Anrufbeantworter oder per Mail durchgeben. Ihre Rezepte oder sonstige vorbestellte Formulare können Sie zu den unten angegebenen Zeiten am Nachtdienstschalter der ehemaligen Schwanenapotheke abholen.

Risikopatienten sollten mit Ihrer Apotheke absprechen, dass man Ihnen Ihre Medikamente nach Hause bringt.

 

Wir als Ihre Ärzte und das Schwanenpraxis-Team tun alles, was in unserer Macht steht, um diese Krise in den Griff zu bekommen - so wie Wissenschaftler, Mediziner und Pflegende überall in der Welt in anderen Praxen und Krankenhäusern, Gesundheitsämtern und Institutionen. Aber das alleine wird nicht reichen. Vernunft, Besonnenheit und Rücksichtnahme jedes Einzelnen sind jetzt von größter Wichtigkeit. Und das bedeutet in allererster Linie:

Bleiben Sie zu Hause und halten Sie Abstand von anderen Menschen!

Seien Sie unser Botschafter und erklären Sie es denen, die es noch nicht verstanden haben. Nur wenn alle mitziehen, wird die Infektionsrate abflachen und wir können bald wieder zu unserem normalen Leben zurückkehren. Passen Sie gut auf sich auf!

 

Gerne stellen wir Ihnen hier weitere Informationen zur Verfügung:

https://www.infektionsschutz.de/coronavirus/faqs-coronaviruscovid-19.html

https://www.infektionsschutz.de/coronavirus/verhaltensregeln.html

https://www.infektionsschutz.de/coronavirus/informationen-in-anderen-sprachen.html

https://www.bundesgesundheitsministerium.de/coronavirus.html

https://www.kreis-olpe.de/Quicknavigation/Startseite/Corona-Virus-%C3%9Cbersicht.php?object=tx,3123.5&ModID=7&FID=3125.1097.1

 

Lesen Sie bitte auch:

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Coronavirus - wie kann ich mich schützen?
Coronavirus oder Virusgrippe.pdf
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Ich bin Kontaktperson - und jetzt?
Abstrichentnahme.pdf
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Ich soll zu Hause bleiben - bekomme ich dafür eine Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung?
Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung.pdf
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Häusliche Isolierung- wie geht das?
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 Ungewöhnliche Zeiten erfordern kreative Ideen:

Ab Montag, den 23.03.2020, können Sie bestellte Rezepte, Überweisungen, AU-Bescheinigungen und alle weiteren vorbestellten Formulare am

Notdienstschalter der ehemaligen Schwanen-Apotheke

Westfälische Str. 18 in Olpe

zu folgenden Zeiten abholen:

Montag bis Freitag täglich von 13:00-14:00 Uhr und zusätzlich
Montag, Dienstag, Donnerstag von 17:00-18:00 Uhr.

So können Sie Kontakte innerhalb unserer Praxis vermeiden und durch Abstandhalten sich und andere schützen.

Wir freuen uns sehr, dies in Kooperation mit unseren Nachbarn, der Praxis am Imberg, und freundlicher Unterstützung von Dr. Gerd Franke (Lindenapotheke) und Hr. Ulf Ullenboom (Apotheke am Markt) anbieten zu können.

Bestellen Sie

Rezepte, Überweisungen, Arbeitsunfähigkeitsbescheinigungen

telefonisch oder über unseren Anrufbeantworter:

02761-902996

Bitte vergessen Sie nicht, Ihren Namen zu nennen.