Blutdruckmessung

Bluthochdruck, auch arterielle Hypertonie genannt, tritt häufig ohne Beschwerden auf und wird deshalb meist zufällig bei einer Routineuntersuchung beim Arzt entdeckt. Der Verdacht auf Bluthochdruck besteht, wenn ein oberer (systolischen) Wert von mindestens 140 mmHg und/oder ein unterer (diastolischen) Wert von mindestens 90 mmHg festgestellt wird. Insbesondere bei Menschen mit Herz-Kreislauf-Erkrankungen sollte der Blutdruck aber noch niedriger, nämlich möglichst unter 130/85 mmHg, liegen.

Bei jedem Menschen schwankt der Blutdruck im Laufe des Tages und steigt zum Beispiel an, wenn man sich aufgeregt oder körperlich anstrengt.

 

Die Werte, die in der Praxis gemessen werden, sind nicht immer medizinisch aussagekräftig. Oft sind sie höher als im Alltag zu Hause, weil viele Patienten beim Arztbesuch aufgeregt sind. Man nennt dieses Phänomen Weißkittelhypertonie. Auch wenn wir bei uns in der Praxis gar keine weißen Kittel mehr tragen, sind manche Menschen beim Praxisbesuch angespannt. Aber auch das Gegenteil kann auftreten: Manche Patienten fühlen sich beim Arzt sicher und entspannt - dann sind die Messwerte viel niedriger als im Alltag. Bleibt dadurch ein echter Bluthochdruck unerkannt, spricht man von maskierter Hypertonie.

 

Die Blutdruck-Selbstmessung

Wer ein paar Regeln beachtet, kann seinen Blutdruck ganz einfach selbst messen.

Für zu Hause gibt es spezielle Messgeräte, die die Blutdruckwerte am Oberarm oder am Handgelenk ermitteln. Wichtig ist, dass Sie ein zertifiziertes Messgerät verwenden, das zuverlässig misst. Wir empfehlen Ihnen ein Gerät mit einer Oberarmmanschette zu verwenden, da die Messgenauigkeit in der Regel größer ist. Auf der Webseite der Deutschen Hochdruckliga finden Sie eine Liste mit geprüften Geräten. 

 

10 Tipps für die Selbstmessung

  1. Messen Sie morgens und abends, möglichst immer zur gleichen Zeit.
  2. Wenn Sie blutdrucksenkende Mittel einnehmen: Messen Sie vor der morgendlichen Einnahme.  
  3. Eine Zigarette vor der Messung kann die Werte verfälschen. Trinken Sie auch Ihren morgendlichen Kaffee erst danach. 
  4. Kommen Sie mindestens fünf Minuten zur Ruhe, bevor Sie messen. 
  5. Setzen Sie sich auf einen Stuhl und lehnen Sie sich an die Stuhllehne.
  6. Stellen Sie die Füße nebeneinander auf den Boden, damit Ihre Muskulatur entspannt. 
  7. Messen Sie möglichst immer an dem Arm mit dem höheren Blutdruck. Das sollten Sie am Anfang einige Male austetsten und beidseitig messen.
  8. Wichtig: Die Manschette muss sich in Herzhöhe befinden. Messen Sie am Handgelenk, stützen Sie Ihren Unterarm am besten mit einem auf dem Tisch liegenden Kissen ab. 
  9. Bewegen Sie sich während der Messung möglichst nicht, sprechen Sie nicht und lassen Sie sich nicht durch Radio, Fernsehen oder Musik ablenken.
  10. Messen Sie jeweils zweimal im Abstand von ein bis zwei Minuten. 

Bei der Selbstmessung gelten Werte von 135/85 mmHg oder höher als Bluthochdruck. Notieren Sie Ihre Werte mit Datum und Uhrzeit und besprechen Sie sie mit uns. Eine Protokollvorlage erhalten Sie in unserer Praxis oder können Sie sich hier (folgt)  herunterladen.

Bringen Sie Ihre Aufzeichnungen der Blutdruckwerte immer mit, wenn Sie einen Termin in unserer Praxis haben.

 

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