Soll ich mich wirklich impfen lassen?

Wir führen aktuell viele Gespräche über dieses Thema mit Ihnen und wir verstehen, dass es manchmal gar nicht so einfach ist, all die Meinungen und Einschätzungen zu bewerten und für sich die richtige Antwort zu finden.

 

Tatsache ist: Bisher gibt es noch kein wirksames Medikament gegen COVOD-10. Darum ist Impfen die beste medizinische Option.

 

Tatsache ist auch: Eine Impfung gegen COVID-19 mit jedem der zugelassenenen Impfstoffe bietet Ihnen einen guten individuellen Schutz vor der Erkrankung, verhindert die Verbreitung des Virus und trägt zur Eindämmung der Pandemie bei.

 

Wir raten Ihnen: Lassen Sie sich impfen - so bald wie möglich!

 

 

Wann und wo kann ich mich impfen lassen?

Die Priorisierungen sind inzwischen aufgehoben.

Alle Bürgerinnen und Bürger ab 16 Jahren können sich grundsätzlich gegen COVID-19 impfen lassen.

Wir können Ihnen in unserer Praxis inzwischen meistens relativ zeitnah eine Impfung anbieten. Unter 20-Jährige sollten jedoch unbedingt eine sorgfältige, individuelle Nutzen-Risiko-Bewertung vornehmen. Siehe dazu die Ausführungen unter Punkt "KÖNNEN KINDER UND JUGENDLICHE AUCH GEIMPFT WERDEN?" weiter unten auf dieser Seite.

Bitte vereinbaren Sie für die Impfung telefonisch einen Termin. Wir impfen in der Regel Donnerstag-Vormittag.

 

Es besteht außerdem die Möglichkeit, sich im Impfzentrum in Attendorn auch ohne vorherige Anmeldung zwischen 8:00 und 18:00 Uhr impfen zu lassen.

Sie können dort natürlich auch feste Termine vereinbaren. Das erfolgt telefonisch unter 0800-11611702 oder über folgende Links:

KVWL oder  Impfzentrum

 

Kann man zwischen den Impfstoffen frei wählen?

Dies ist abhängig davon, wie viel und welchen Impfstoff wir erhalten. So weit es möglich ist, nehmen wir natürlich Rücksicht auf Ihre Wünsche. Bei Impfstoffknappheit gilt die Empfehlung, dass Personen, die 60 Jahre oder älter sind, mit AstraZeneca geimpft werden sollen, während Menschen unter 60 Jahren BioNTech-Impfstoff erhalten.

Wir appellieren an alle Personen über 60, das Angebot einer Impfung mit AstraZeneca-Impfstoff nicht abzulehnen. Für diese Altergruppe überwiegt eindeutig der Nutzen der Impfung die möglichen Risiken. Wenn Sie bei knappen Impfstoff-Ressourcen auf m-RNA Impstoff (BioNTech oder Moderna) bestehen, nehmen Sie einer jüngeren Person die Chance auf eine Impfung. Hier ist nun Ihre Solidarität gegenüber den Jüngeren gefordert.

 

Impfabstand verkürzen?

Beim Impfstoff Vaxzevria der Firma AstraZeneca sorgt eine Verkürzung des Impfabstandes für eine Verringerung des Impferfolges. Die Effektivität des Impfschutzes bei einem Abstand von weniger als sechs Wochen beträgt nur etwa 55 Prozent, während sie bei einem Abstand von zwölf Wochen bei deutlich über 80 Prozent liegt. Das ist schon ein gewaltiger Unterschied. Wenn man den Impfabstand bei AstraZeneca verkürzt, um damit schneller in den Genuss von Lockerungen zu kommen oder reisen zu können, macht man das definitiv auf Kosten des Immunschutzes und billigt die erhöhte Gefahr, dass das Virus trotz Impfung weiter verbreitet wird. Das ist aus unserer Sicht nicht sinnvoll.

 

Wird nach Erstimpfung mit Vaxzevria die Zweitimpfung mit mRNA-Impfstoff (BioNTech oder Moderna) vorgenommen, kann der Impfabstand verkürzt werden. (siehe unter Punkt "MIX AND MATCH")

 

https://www.rki.de/SharedDocs/FAQ/COVID-Impfen/gesamt.html

Unabhängig vom verwendeten Impfstoff sollte ein Mindestabstand zur Erstimpfung von mindestens vier Wochen grundsätzlich eingehalten werden.

 

Wir empfehlen: Wenn es keine dringende Notwendigkeit gibt, die Abstände zu verkürzen, z.B. bevorstehende Klinikaufenthalte o.ä., sollten die empfohlenen Impfabstände nicht verkürzt werden.

 

Mix and Match?

Für alle, die als Erstimpfung Vaxzevria (AstraZeneca) erhalten haben, empfiehlt die STIKO für die zweite Impfung aktuell ein heterologes Impfschema, d.h. 1. Impfung mit Vaxzevria gefolgt von einem mRNA-Impfstoff in einem Abstand von mindestens 4 Wochen.

 

Um die verfügbaren Impfstoffkontingente sinnvoll zu nutzen, ist die Anwendung der heterologen Vaxzevria/mRNA-Impfung aufgrund des kürzeren Impfabstands vor allem für diejenigen Menschen relevant, die gerade erst mit Vaxzevria geimpft wurden oder deren Vaxzevria-Impfung noch bevorsteht.

Wenn der Termin für die 2. Impfstoffdosis Vaxzevria bereits in Kürze ansteht, kann dieser durchaus akzeptiert werden, da eine zweimalige Vaxzevria-Impfung (homologes Vax/Vax-Schema) ebenfalls sehr gut vor schweren Infektionen mit der Delta-Variante des SARS-CoV2-Virus schützt.

 

Können Kinder und Jugendliche auch geimpft werden?

Trotz Aufhebung der Priosisierung gibt es immer noch ältere Menschen und Menschen mit schweren Vorerkrankungen, die bisher noch keine Impfung erhalten haben. In den Hausarztpraxen sollen daher nach wie vor Menschen mit hohem Alter, hohem Risiko und schweren Vorerkrankungen bevorzugt geimpft werden. Dennoch impfen wir, je nach vorhandener Impfstoffmenge, inzwischen zunehmend auch viele jüngere Menschen.

In  der Altersgruppe 12-16 Jahre ist das Risiko schwerer Verläufe durch COVID-19 vergleichsweise gering, während tendenziell mehr Nebenwirkungen und Komplikationen durch die Impfung auftreten. Daher sollte in jedem Fall eine sorgfältige und individuelle Nutzen-Risiko-Abwägung vorgenommen werden und keinesfalls die Erleichterung bei Reisen oder Freiheiten bei Freizeitaktivitäten als Motivator zum Impfen gelten. Mit zunehmendem Alter (etwa ab 20. Lebensjahr) überwiegt klar der Nutzen der Impfung das Risiko von seltenen Komplikationen .

Daher gilt entsprechend den Empfehlungen der STIKO:

  • Für Kinder im Alter von 12 bis unter 16 Jahren mit einer schweren Vorerkrankung empfiehlt die Ständige Impfkommission (STIKO) eine Impfung mit mRNA-Impfstoffs Comirnaty (BioNTech/Pfizer). Zu diesen Vorerkrankungen zählen: Adipositas (> 97. Perzentile des Body Mass Index (BMI)), angeborene oder erworbene Immundefizienz oder relevante Immunsuppression, angeborene zyanotische Herzfehler (O2-Ruhesättigung <80 %), schwere Herzinsuffizienz, schwere pulmonale Hypertonie, chronische Lungenerkrankungen mit einer anhaltenden Einschränkung der Lungenfunktion unterhalb der 5. Perzentile, definiert als z-Score-Wert < -1,64 für die forcierte Einsekundenkapazität (FEV1) oder Vitalkapazität (FVC); ein gut eingestelltes Asthma bronchiale ist per se keine Impfindikation, chronische Niereninsuffizienz, chronische neurologische oder neuromuskuläre Erkrankungen, maligne Tumorerkrankungen, Trisomie 21, syndromale Erkrankungen mit schwerer Beeinträchtigung, nicht ausreichend ein­gestellter Diabetes mellitus)
  • Bei Kindern und Jugendlichen im Alter von 12-17 Jahren ohne Vorerkrankungen ist nach ärztlicher Aufklärung und bei individuellem Wunsch und Risikoakzeptanz der Einsatz des mRNA-Impfstoffs Comirnaty (BioNTech/Pfizer) möglich, wird aber derzeit nicht allgemein empfohlen.
  • Vektor-Impfstoffe sind für Kinder und Jugendliche bis zum 18. Geburtstag aktuell (noch) nicht zugelassen.

Genesene

Die STIKO empfiehlt für Personen, die bereits eineSARS-CoV-2-Infektion hatten, die Verabreichung einer Impfstoffdosis. Es gelten folgende Empfehlungen:

  • Personen mit gesicherter symptomatischer SARS-CoV-2-Infektion empfiehlt die STIKO eine Impfstoffdosis in der Regel 6 Monate nach der Infektion. In Anbetracht der zunehmend besseren Impfstoffverfügbarkeit und der Unbedenklichkeit einer Impfung nach durchgemachter SARS-CoV-2-Infektion ist die Gabe einer Impfstoffdosis jedoch bereits ab 4 Wochen nach dem Ende der COVID-19-Symptome möglich, wenn z.B. eine Exposition gegenüber künftig auftretenden Virusvarianten gegeben ist, gegen die eine frühere SARS-CoV-2-Infektion keinen ausreichenden Schutz mehr vermittelt (immune escape-Varianten).
  • Bei Personen mit gesicherter asymptomatischer SARS-CoV-2-Infektion kann die empfohlene einmalige Impfung bereits ab 4 Wochen nach der Labordiagnose erfolgen.
  • Personen, die bereits einmal gegen COVID-19 geimpft wurden und bei denen nach dieser Impfung eine SARS-CoV-2-Infektion durch direkten Erregernachweis gesichert wurde, sollen die 2. Impfung in der Regel 6 Monate nach Ende der COVID-19-Symptome bzw. der Diagnose erhalten. Die Gabe einer Impfstoffdosis ist auch hier bereits ab 4 Wochen nach dem Ende der Symptome möglich, wenn z.B. mit Exposition gegenüber neuen Virusvarianten zu rechnen ist, gegen die eine frühere SARS-CoV-2-Infektion keinen ausreichenden Schutz vermittel

Was muss ich zur Impfung in der Praxis mitbringen?

Die Impfungen in der Praxis werden gemäß der offiziellen Empfehlungen und je nach Verfügbarkeit mit den Impfstoffen der Firmen BioNTech, AstraZeneca, Moderna oder Johnson&Johnson. Sie erfahren bei der Terminvereinbarung, mit welchem Impfstoff Sie geimpft werden können. Bitte lesen Sie die entsprechenden Dokumente (s. unten auf dieser Seite) sorgfältig durch. Die Kurzfassung der Einwilligungserklärung, das Dokument ganz oben, drucken sie bitte aus, füllen es aus und bringen es unterschrieben zusammen mit Ihrem Impfpass zur Impfung mit.

 

Selbstverständlich können Sie vor der Impfung noch mit einem der Ärzte oder unserer Ärztin sprechen, wenn Sie dies wünschen.

Um eine vernünftige Planung und möglichst zügige Abwicklung der Impfungen in der Praxis zu gewährleisten, ist es jedoch wichtig, dass Sie uns vorab mitteilen, wenn Sie noch Fragen haben und ein Gespräch wünschen und dass Sie vorbereitet sind und die Informationen dann bereits in Ruhe gelesen haben. Es würde den Zeitrahmen sprengen, die mehrseitigen Dokumente mit jedem einzelnen Patienten im Detail durchzusprechen. Wenn nach dem Durchlesen jedoch noch konkrete Fragen oder Unsicherheiten bestehen, werden wir diese selbstverständlich gern mit Ihnen besprechen. Von der Kassenärztlichen Vereinigung werden übrigens offiziell 5 Minuten für die Aufklärung und 3,75 Minuten fürs Impfen veranschlagt. Sicher haben Sie Verständnis, dass wir daher im Rahmen der Impfsprechstunde keine weiteren gesundheitlichen Themen besprechen können. Bitte vereinbaren Sie dafür bei Bedarf einen gesonderten Termin.

Bitte teilen Sie uns außerdem mit, ob Sie nach der Impfung direkt nach Hause gehen oder zur Nachbeobachtung in der Praxis bleiben möchten, damit wir die Anzahl der Patienten, die sich gleichzeitig in der Praxis aufhält, coronasicher planen können.

 

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Einwilligungserklärung Kurzfassung Schwa
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Die folgenden offiziellen Informationsmaterialien des Robert-Koch-Instituts (RKI) sind nur zu Ihrer Information bestimmt. Sie sollten sie sorgfältig lesen, je nachdem, welchen Impfstoff Sie erhalten.

Zur Impfung in unserer Praxis brauchen Sie lediglich das erste Dokument, die "Einwilligungserklärung - Kurzfassung Schwanenpraxis", ausdrucken, ausfüllen, unterschreiben und zusammen mit ihrem Impfpass mitbringen.

 



 

Hier finden Sie den Aufklärungsbogen in 19 verschiedenen Sprachen:

https://www.rki.de/DE/Content/Infekt/Impfen/Materialien/COVID-19-Aufklaerungsbogen-Tab.html

 

 

Wie bekomme ich den digitalen Impfnachweis auf mein Handy?

Wer gegen COVID-19 geimpft ist, muss das nachweisen können, um ohne negativen Test Freiheiten etwa beim Reisen oder in der Gastronomie genießen zu können. Das geht bislang über den klassischen Weg - durch Vorzeigen des (gelben) Impfausweises, in dem die Impfung vermerkt ist. Wer den Impfpass nicht mit sich herumtragen möchte, kann den Corona-Impfnachweis künftig in digitaler Form auf seinem Smartphone oder Tablet mitführen. Neben Impfungen kann man auch Tests und überstandene Covid-19-Erkrankungen über die App nachweisen. Dadurch soll unter anderem das Reisen erleichtert werden. Es handelt sich um eine Ergänzung zum gelben Impfheft.

 

Der digitale Impfpass wird mittlerweile direkt bei der Impfung im Impfzentrum oder in den Praxen ausgestellt. 

Bereits früher Geimpfte können sich nachträglich bei uns und in teilnehmenden Apotheken den digitalen Nachweis ausstellen lassen.

Benötigt wird hierfür der gelbe Impfpass mit den eingetragenen Covid-Impfungen oder eine Kopie der Impfbescheinigung vom Arzt oder Impfzentrum. 

Außerdem müssen Sie sich eine geeignete App auf Ihr Handy laden, falls Sie das nicht ohnehin schon getan haben: die Corona-Warn-App des Robert-Koch-Instituts (RKI) oder die App CovPass.

Nähere Infos und Links zu den Apps finden Sie hier.

 

Wenn Sie bereits eine Impfung erhalten haben, teilen Sie uns dies bitte mit!

 

Wir machen Urlaub!

 

Unsere Praxis ist geschlossen vom 2.8.-6.8.2021.

Vertretung machen die Praxen:

 

Dr. Brüser     Bahnhofstr. 5     Tel 02761-5051

Praxis am Imberg     Winterbergstr. 44      Tel 02761-1555

Dr Heinen/Dr. Daub     Kardinal von Galen Str. 20     Tel 02761-1228

 

Ab Montag den 9.8.21 sind wir wieder wie gewohnt für Sie da!

 

 

Donnerstag ist impftag!

Es werden ausschießlich feste Termine dafür vergeben. Zu diesen Zeiten kann dann vorübergehend leider keine normale Sprechstunde stattfinden, weil wir entsprechend Zeit und Räume verplanen müssen.

Bitte kommen Sie auch nicht unangemeldet in die Praxis, außer es handelt sich um einen dringenden medizinischen Notfall, denn es werden sonst zu viele Menschen geichzeitig in der Praxis sein.

Donnerstag-Nachmittag und an allen anderen Tagen erreichen Sie uns natürlich wie gewohnt.

Der Wegfall der Priorisierung und besondere Impfaktionen im Impfzentrum führen dazu, dass inzwischen nicht mehr unbedingt beide Impfungen am gleichen Impfort stattfinden. Grundsätzlich freuen wir uns über jeden, der vollständig geimpft ist, ganz egal wo und mit welchem Impfstoff. Wenn Sie jedoch bei uns einen Termin für die zweite Impfung erhalten haben und die Impfung zwischenzeitlich anderswo durchgeführt wurde, ist es sehr wichtig, dass Sie uns darüber benachrichtigen, so dass wir vernünftig planen können.

Wenn Sie Ihren Termin bei uns nicht rechtzeitg absagen, nehmen Sie einer anderen Patientin oder einem anderen Patienten die Chance auf einen Impftermin und wir haben am Ende des Impftages den für Sie vorgesehehen Impfstoff vorbereitet und müssen diesen unter Umständen entsorgen, wenn wir kurzfristig niemanden finden, der eben mal schnell zum Impfen kommen kann.

Von einer Androhung etwaiger Schadensersatzforderungen oder „Kautionen“ für nicht wahrgenommene Termine, was derzeit zunehmend diskutiert wird, sehen wir zur Zeit ab und setzen auf Ihre Umsicht und Kooperation .

In unserer Praxis erhalten Sie ein Impfzertifikat.

Das Impfzertifikat mit QR-Code wird Ihnen als Papierfassung ausgehändigt und Sie können es auf Wunsch auch auf einem mobilen Gerät speichern. Hierfür müssen Sie eine geeignete App herunterladen: CovPass-App oder Corona-Warn-App.

Das digitale COVID-Zertifikat der EU wird in allen EU-Mitgliedstaaten anerkannt.

Wenn Sie die erste oder beide Impfungen im Impfzentrum oder in einer anderen Praxis erhalten haben, benötigen wir zur Ausstellung des Zertifikates Ihren Impfausweis und Ihren Personalausweis.

 

Hier finden Sie alles Wichtige rund um die Pandemie:

 

Unser Service für Sie: